Pflegekonzept

 

Ein Pflegekonzept besteht sinnvollerweise über mehrere Jahre. Es umfasst die folgenden Punkte:

  • 1. Ausgangslage bestimmen

    - Bodenbeschaffenheit
    - Intensität der Verkrautung
    - Unkrautarten

  • 2. Ergebnis definieren

    Das Ziel der Unkrautbeseitigung wird vor Beginn der Behandlungen festgelegt. Bei der Definition werden neben der Funktionsfähigkeit der Fläche (Sicherheit), auch ästhetische Gesichtspunkte und/oder die Toleranz gegenüber der Verkrautung berücksichtigt.

  • 3. Einsatz der Methoden bestimmen

    Anhand der Ausgangslage werden die zum Einsatz kommenden Methoden bestimmt.

  • 4. Wuchskontrollen durchführen

    In Wachstumsphasen finden regelmäßig Kontrollen statt, um den günstigsten Zeitpunkt für den nächsten Einsatz zu bestimmen.

5. Zeitpunkte der Einsätze festlegen

  • Die Zeitpunkte der Einsätze werden anhand der jeweiligen Unkrautentwicklung auf den Flächen festgelegt. Drei Einsätze sind besonders ausschlaggebend für den Erfolg der Unkrautbeseitigung:
  • Der erste Einsatz im Jahr nach der Austriebphase, bevor der Vegetationspunkt voll ausgebildet ist. Es sollte genügend Blattmasse vorhanden sein.
  • Der zweite Einsatz in der Regenerationsphase, vor der Blüte, um die Pflanze weiter zu schwächen und die Verbreitung von Flugsamen zu verhindern
  • Der letzte Einsatz im Jahr vor der Wachstumspause. Er dämmt den Austrieb im kommenden Frühjahr ein.

Die Unkrautentwicklung hängt von den allgemeinen Wachstumsbedingungen (ausreichend Bodenfeuchte und Wärme) in der Vegetationsperiode und von den Bedingungen am Standort (sonnig/schattig) ab. So können zwischen dem zweiten und dem letzten Einsatz weitere Einsätze erforderlich werden.