Einsatz am 03. März 2018

Am 03. März hatten wir einen Volleinsatz. Das heißt, es schneite flächendeckend im gesamten Einzugsbereich. Es war ein Einsatz, wie wir ihn lieben: Schneefall in der Nacht, bei minus 2 ° bis minus 4 °Celsius, leichter Pulverschnee. Gemäß Wetterprognose endete der Schneefall zwischen 04.30 Uhr und 06.30 Uhr morgens.

Im Einsatz sind ALLE draußen und packen an. ALLE, das sind selbstverständlich die Geschäftsführung, die Gebietsleiter aber auch die Mitarbeiter aus dem Kehrdienst und der Werkstatt.

Unsere Mechaniker räumen auch Schnee. Sie betreuen sehr kleine Touren mit drei bis fünf Liegenschaften in der allernächsten Umgebung des Firmenstandortes. Nach der Räumung geht’s dann wieder in die Werkstatt. Denn falls Fahrzeuge oder Arbeitsmaschinen einen Defekt haben, müssen sie schnellstens ausgetauscht oder wieder instand gesetzt werden. Außerdem melden sich bei ihnen Mitarbeiter mit technischen Fragen, benötigen Unterstützung beim Streugut nachladen, bei der Reinigung der Fahrzeuge oder müssen tanken.

Ab 7 Uhr morgens waren unsere Kundentelefone mit fünf Mitarbeiterinnen besetzt.

 

 

Bad Vilbel. Frankfurt.

Geschäftsführer Uwe Schumacher zum Einsatz am 03.03.2018

Mein Einsatzgebiet umfasst Bad Vilbel und Bereiche von Frankfurt (Riedberg, Harheim, Kalbach, Nieder-Eschbach, Nieder-Erlenbach)

Mit 26 Touren leite ich das größte Team im Einsatz – allein Bad Vilbel ist auf 19 Einsatzgebiete aufgeteilt. Viele meiner Mitarbeiter sind seit Jahren bei uns beschäftigt und haben außerhalb des Winterdienstes noch andere Tätigkeitsfelder, zum Beispiel in der Werkstatt, im Kehrdienst oder der ökologischen Unkrautbeseitigung.

Ich habe meine Mitarbeiter bereits am Abend per SMS vorgewarnt. Bei der Alarmierung um 02.30 Uhr waren dann alle direkt zur Stelle und nahmen gemäß GPS Protokoll ab 03.30 Uhr ihre Arbeit auf.

Die Touren außerhalb von Bad Vilbel liegen bogenförmig verteilt im nördlichen Frankfurt. Wenn in den Bad Vilbeler Höhenlagen (Niederberg/Heilsberg) der Schnee liegen bleibt, muss das in Frankfurt und der Vilbeler Kernstadt nicht so sein. Die Konsequenz: Häufige Kontrollfahrten über weite Strecken.

Am Samstag (03.03.18) war die Sache eindeutig. Mein Team hatte es mit 4 bis 6 cm Schneehöhe zu tun. Kein Problem. Der Einsatz verlief reibungslos: Es gab weder personelle noch maschinelle Ausfälle. Die Letzten beendeten den Einsatz gegen 07.00 Uhr und 09.30 Uhr. Der gute Verlauf ließ sich auch an der geringen Anzahl der Kundenanrufe ablesen. Einige Anfragen zielten darauf ab, dass Kunden glaubten, es wurden Räumbereiche vergessen. Doch in der Regel handelte es sich nicht um Reklamationen, sondern um Liegenschaften, wo Traktor UND Handräumsystem zum Einsatz kamen. Hier wurden barrierefreie Flächen (Traktor) und Hauszugänge etc. (Handräumsystem) zeitversetzt geräumt, also nicht vergessen.

Karben. Frankfurt. Bad Homburg. Wehrheim.

Geschäftsführer Sascha Matter zum Einsatz am 03.03.2018

Außer in Karben und Wehrheim, bin ich Einsatzleiter in Bereichen von Bad Homburg und Frankfurt

Mein Einsatzgebiet ist in 11 Touren aufgeteilt und erstreckt sich von der Frankfurter Innenstadt (110 Höhenmeter) über Karben (110 Höhenmeter), Bad Homburg (140 Höhenmeter), Oberursel (bis 240 Höhenmeter) bis nach Wehrheim im Taunus, mit immerhin 400 Höhenmetern.

Mein Team betreut 3 Privatkundentouren (Handräumsystem: Trägerfahrzeug mit handgeführter Arbeitsmaschine) und 10 gewerbliche Kunden, in einer Größenordnung von 7.000 qm bis 25.000 qm Räumfläche, auf deren Flächen wir diverse kleine und mittlere Traktoren (mit Schild oder Bürste) und einen großen landwirtschaftlichen Schlepper (5,5 to) mit einem 3,50 m breiten Schneeräumschild einsetzen.

Aufgrund der sehr eindeutigen Wetterlage wurden die Fahrzeuge am Vortag mit Streumaterial beladen, aufgetankt und die Mitarbeiter über den anstehenden Einsatz per SMS informiert.

Die Niederschlagsprognose von Wetter.com war eindeutig und korrekt, es schneite ab ca. 02.00 Uhr bei ca. -2 °Celsius bis ca. 06.00 Uhr mal mehr und mal weniger. In meinem Einsatzbereich hatte sich eine Schneehöhe von ca. 5 – 6 cm gebildet, in Wehrheim sogar ca. 8 cm.

Alarmierung ab 02.30 Uhr, Arbeitsbeginn zwischen 03.30 Uhr und 04.00 Uhr. Alle Mitarbeiter waren pünktlich auf ihrer Tour, es gab kein Ausfall wegen Krankheit.

Als Gebietsleiter war ich selbst ab ca. 04.30 Uhr auf meiner Tour, diesmal sogar mit einer Fotografin. Meine Aufgaben im Einsatz sind im Wesentlichen allgemeine Kontrollen, Kontrolle der Firmenkundenobjekte und das Räumen von besonders zeitkritischen Liegenschaften. Außerdem: Die Durchführung von Kleinreparaturen vor Ort und die Bereitstellung von Ersatzmaschinen für den Einsatz. Diesmal musste keine Maschine ausgetauscht werden.

Insgesamt gab es bei den gewerblichen Kunden keine Einzige und bei den Privatkundentouren nur 5 Reklamationen. Diese wurden noch während des Einsatzes behoben.

Ich bin zufrieden und stolz auf mein Team!

Bad Homburg.

Bernd K. Gebietsleiter für Bad Homburg, führt 18 Touren im Einsatz

Die Besonderheiten meines Zuständigkeitsbereiches sind die unterschiedlichen Höhenlagen. So sind es in Ober-Eschbach, Gonzenheim und im Kurbezirk 140 Meter, in Dornholzhausen, auf dem Hardtwald oder der Ellerhöhe aber bis zu 240 Meter über dem Meeresspiegel. In den höheren Lagen schneite es, in anderen Stadtteilen schneite es nicht oder der Schnee blieb nicht liegen.
Das wirkt sich direkt auf die Anzahl der Einsätze aus: Am 03.03. hatten wir in Dornholzhausen unseren 14. Winterdiensteinsatz, andere Touren in meinem Bereich erst den 10./ 11. Einsatz. Im Vergleich dazu liegt die Anzahl der Einsätze in Frankfurt bei der Hälfte.

Wie immer wurden am Tag vorher alle Einsatzfahrzeuge betankt und mit Streugut beladen, außerdem erhielt jeder Mitarbeiter per SMS eine Vorwarnung. Die Niederschlagsprognosen der wichtigsten Wetterportale waren korrekt, es schneite bis ungefähr 06.30 Uhr nachts, Schneehöhe 5 – 6 cm flächendeckend.  Die Alarmierung am 03.03. erfolgte ab 02.15 Uhr, die Arbeitsaufnahme an unserem Standort in Oberursel lag zwischen 04.00 Uhr und 04.30 Uhr.

Ein Mitarbeiter hatte sich kurzfristig krankgemeldet, ein anderer ist für vier Wochen auf einem studentischen Auslandspraktikum. Diese beiden Touren wurden mit Vertretern besetzt.

Unterwegs waren:

  • 3 Touren mit Egholm-Knicklenktraktoren
  • 3 Handräumtouren mit je zwei Mitarbeitern (Trägerfahrzeug/Handräummaschine)
  • 12 Touren mit Kubota Traktoren

Um 08.00 Uhr/08.30 Uhr waren 770 Liegenschaften einschließlich der Firma Fresenius geräumt und gestreut.

Als Gebietsleiter war ich ab ca. 04.45 Uhr unterwegs um einzelne Liegenschaften, bei denen es in der Vergangenheit immer mal wieder Reklamationen gab, zu direkt zu kontrollieren. Darüber hinaus habe ich während des Einsatzes verschiedene Fahrzeuge mit Salz nachbeladen, Kleinreparaturen koordiniert und einige Reklamationen bearbeitet.

Insgesamt gab es 15 Kundenanrufe/Mails/Reklamationen bis um die Mittagszeit, das entspricht bei 770 Objekten einer Quote von 2 %.

Eckenheim. Preungesheim. Seckbach. Bergen-Enkheim. Fechenheim.

Malte T. Gebietsleiter für Eckenheim, Preungesheim, Seckbach, Bergen-Enkheim und Fechenheim, führt 11 Touren im Einsatz

In meinem Einsatzgebiet befinden sich gleich mehrere Besonderheiten, auf die ich zu achten habe. Rund um die Hanauer Landstraße gibt es Gewerbekunden mit einem 24-Stunden-Betrieb. Hier muss, gemäß vertraglicher Vereinbarung, der Einsatzzeitpunkt so gewählt werden, dass die Firmengelände zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher befahren werden können.
In den engen Gassen von Eckenheim, Seckbach und Bergen-Enkheim ist das Räumen der schmalen Gehwege mit der Maschine eine echte Herausforderung. Oft kommen wir mit unseren Maschinen gar nicht mehr durch, weil die Autos fast den kompletten Gehweg zu parken (häufig illegal). Dann helfen hier nur noch Besen und Muskelkraft aber die Mitarbeiter kommen dadurch langsamer voran.

Der schwierigste Stadtteil ist Bergen-Enkheim. Die engen Gassen haben teilweise sehr starke Steigungen, die sich bei Schneefall in Rutschbahnen verwandeln. Das habe ich bei meinen Kontrollfahrten vor dem Einsatz gemerkt. Denn im Gegensatz zu meinen Teamkollegen fahre ich keinen Syncro.

Bei nächtlichen Einsätzen sind wir oft früher unterwegs als die städtischen Räumfahrzeuge, die die Fahrbahnen freimachen. Dadurch benötigen unsere Mitarbeiter mehr Zeit, um in ihre Räumgebiete zu gelangen. Diese Schwierigkeit meistern wir, indem wir VW-Busse (Trägerfahrzeuge für Handräummaschinen) mit Allradantrieb einsetzen. Bergen-Enkheim ist, vermutlich wegen der Höhenlagen, der kälteste Ort Frankfurts. Der Niederschlag ist dafür ein guter Marker: Wenn in Frankfurt der Schnee nicht liegen bleibt, werden die höher gelegenen Straßenzüge von Bergen oft weiß.

Natürlich nehmen wir das Wetter wie es kommt. Aber anders als bei einem Tageseinsatz ist ein früher Start gegen (3 Uhr) für uns optimal. Hier können wir ungehindert unsere Arbeit verrichten. Auf Straßen und Gehwegen ist kein Verkehr, der Schnee noch nicht festgetreten. Wenn der Kunde morgens nach dem Aufstehen aus dem Fenster schaut, freut er sich über sein geräumtes Grundstück und ist mit unserer professionellen Dienstleistung zufrieden. Ich kann den Einsatz mit einem guten Gefühl gegen Nachmittag hin abschließen. Denn solange dauern die Nachbereitungen (Kontrolle der Reklamationen, Protokolle schreiben, Fahrzeuge nachladen, reinigen tanken, Einsatzdaten dokumentieren etc.).

Der Einsatz am 03.03. hatte es trotzdem in mancher Hinsicht in sich:

  • Einer meiner Mitarbeiter musste zu einem wichtigen Prüfungstermin an eine weiter entfernte Universität. Ein Ersatzmann wurde zwar rechtzeitig in die entsprechende Tour eingewiesen, dennoch ist der erste Einsatz immer wie eine Generalprobe, eine Herausforderung. Diesen Mitarbeiter entlastete ich mit der gemeinsamen Räumung einiger Liegenschaften auf seiner Tour. Bei der Gelegenheit konnte ich ihm praktisch genau zeigen, auf was es bei der Räumung ankommt und wie das Handräumgerät funktioniert. Dieser Aufwand zahlt sich bei den nächsten Einsätzen aus.
  • Ein in Preungesheim eingesetzter Egholm Knicklenktraktor hat sich aus nicht ersichtlichen Gründen abgeschaltet. Hier musste ich schnellstmöglich eines unserer Ersatzgeräte organisieren. Zusammen mit der Hilfe eines Mitarbeiters aus unserer Werkstatt wurde das Ersatzgerät auf dem Anhänger an den Einsatzort gefahren, der vermeintlich kaputte Egholm kam in die Werkstatt. Dort wurde festgestellt: Ein simpler Wackelkontakt eines Steckers in der Elektrik. Natürlich kostet so ein Zwischenfall einiges an kostbarer Zeit. Um diesen Zeitverlust zu kompensieren, habe ich auch diesem Fahrer einige Objekte seiner Tour abgenommen und selbst geräumt. So konnte er seine Tour noch innerhalb einer regulären Einsatzzeit beenden.
  • Durch den anhaltenden Schneefall zu Beginn des Einsatzes noch geschneit hat, mussten die Mitarbeiter nach dem Räumdurchgang, die ersten Liegenschaften ihrer Tour noch mal nacharbeiten. Denn dort blieb der Schnee nach einer gewissen Zeit wieder liegen. Trotzdem beendeten die ersten Mitarbeiter gegen 07.30 Uhr ihre Arbeit.

Natürlich bleiben bei der Vielzahl von Objekten ein paar Reklamationen nicht aus. Diese waren jedoch trotz der unvorhersehbaren Herausforderungen gering und die Mitarbeiter konnten diese oft schon im Einsatz nachbessern.

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